Informationen zu einigen unserer Lieder

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Bella Ciao
Ein Lied, das italienische Partisanen während des Zweiten Weltkriegs gesungen haben und das mittlerweile von Linken in vielen Ländern und in vielen Sprachen gesungen wird.

Blumen gießen
Das Lied karikiert die gleichgültige und vermeintlich so unpolitische Haltung der sogenannten Kleinbürger. Egal, was in der Welt Schlimmes passiert; egal, was anderen Menschen für ein Unrecht angetan wird, man will nichts davon wissen und sich schon garnicht dazu verhalten. Man konzentriert sich lieber ganz auf seine kleine Welt; in diesem Fall: auf den Garten.

Canciòn por la libertad
Ein Lied für die Freiheit, vermutlich unter einer südamerikanischen Diktatur geschrieben. Der Ruf nach Freiheit, im Namen der Gefangenen, der Gefolterten, der Verstummten, der Exilierten, der Kämpfenden.

Das Lied von der Moldau
Der Text ist eine Allegorie auf die Vergänglichkeit von Macht und Größe. Die Mächtigen mögen noch so große Pläne haben, irgendwann ist ihre Zeit um (die Kaiser sind begraben) und der Fluss der Zeit (die wandernden Steine) rauscht über sie hinweg.

Der Krieg
Die zentrale Aussage ist: die Verhältnisse auf dieser Welt sind so geartet, dass Konflikte jederzeit und überall in Kriege münden können, auch wenn wir uns noch so sicher im Frieden wähnen. So lange grenzenlose Profitgier die Welt regiert, werden Kriege geführt werden.

Der Pass
Entstanden ist dieses Stück während der Nazi-Diktatur, als viele Juden, Kommunisten und Sozialdemokraten aus Nazi-Deutschland emigrieren mussten. Für einen Flüchtling ist ein guter Pass das wichtigste Gut, denn ohne einen solchen kann er beliebig abgewiesen oder verhaftet werden. Polizei und Behörden, die über die Gültigkeit dieses Dokuments von Rechts wegen befinden dürfen, sehen oftmals überhaupt nur noch dieses Dokument – nicht mehr den Menschen und sein Schicksal dahinter: "Dafür wird er (der Pass, S.B.) auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird."

Die Liebenden
Gehört zu Brechts Liebesgedichten. Solange Liebende oder Menschen überhaupt zusammenhalten, können sie auch Gefahren, Angriffen etc. trotzen.

Hoy comamos y bebamos
Ein spanisches Trinklied, ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert. Der Inhalt: heute lassen wir noch mal richtig die Sau raus (essen, trinken, singen u.a.), weil morgen ist Schluss mit lustig; ab morgen wird gefastet.

Jalava
Ein Stück aus der "Proletenpassion", das Lenins Fahrt nach Russland 1917 beschreibt. Lenin fuhr damals von seinem Schweizer Exil zunächst in einem versiegelten Waggon durch Deutschland (mit Wissen der dt. Regierung) nach Finnland und von dort als Heizer verkleidet illegal weiter nach Russland. Dort angekommen stürmte er dann bald darauf zusammen mit seinen Genossen das Winterpalais.

Je ne l'ose dire
Ein französisches Lied aus dem 16. Jahrhundert, das wahrscheinlich auf den damaligen Märkten und in den Kneipen vorgetragen wurde. Eine kleine Geschichte über einen eifersüchtigen Ehemann und seine untreue Frau, erzählt von einer Klatschbase.

Mackeath Messer
"Denn der Haifisch, der hat Zähne, und die Zähne, sieht man nicht, Mackie Messer hat ein Messer, und das Messer sieht man nicht" - dieses berühmte Zitat stammt aus der "Dreigroschenoper" von Brecht/Weill, komponiert in der 20er Jahren und auch heute noch ein Berühmtheit. Es handelt von der Ungerechtigkeit, dass den Haifischen der Gesellschaft nie etwas passiert, während die kleinen Fische sang und klanglos verschwinden, oder, mit Brechts Worten: "Ist das nötige Geld vorhanden, ist am Ende alles gut."

Mir lebn ejbig
Dieses Lied stammt ebenfalls aus dem Wilnaer Ghetto und will sagen: man mag uns noch so sehr malträtieren, wir werden kämpfen gegen unsere Auslöschung und wir werden überleben. Dieser Ruf "mir lebn ejbig" wurde mit der Zeit von allen Kämpfenden in den Ghettos übernommen

Nachts nicht schlafen können
Ein Lied, das die üblen Arbeitsbedingungen der Akkord-Arbeiter, insbesondere in Form der früher noch häufiger verbreiteten Fließbandarbeit, anprangert. Viele Arbeiter wurden durch diese besonders stressige Arbeit physisch oder auch psychisch krank, denn der Maschinenrhythmus verfolgte die Leute noch weit über die Arbeitszeit hinaus.

Rosen auf den Weg gestreut
Mit dem Text dieses ironischen Liedes aus den 30er Jahren kritisiert Tucholsky die Verharmlosung der Faschisten. Obwohl sie in den 20er/30er Jahren des 20. Jahrhunderts immer zahlreicher und brutaler auftraten, sah der sozialdemokratische Staat der Weimarer Republik seine Aufgabe vor allem darin, die Kommunisten zu bekämpfen. Auch viele einfache SPD-Anhänger verkannten völlig die Gefahren, die von den Nazis ausgingen. Tucholskiy bringt diese Haltung auf den Punkt: egal, was euch die Faschisten antun, seid nett zu ihnen und sagt noch „danke“.

Schtil, di Nacht is ojssgeschternt
Ein Lied aus dem Wilnaer Ghetto 1942. Nach dem Überfall der Nazis auf die Sowjetunion, mussten sich auch in Litauen die Juden in Ghettos einfinden. In diesem Ghetto bildete sich die erste Widerstandsorganisation eines Ghettos überhaupt, die später auch einen Aufstand wagten. Dieses Lied erinnert an das Mädchen Witke Kemperer, das an diesem Aufstand teilnahm.

Sixteen Tons
Dieses Lied erzählt die Geschichte eines Minenarbeiters, der, nachdem er sechzehn Tonnen Kohle bearbeitet hat, feststellt, dass er nun noch einen Tag älter ist und lediglich noch tiefer in Schulden steckt. Es ist ein Lied über die Gier der Minengesellschaften, die auch noch die Seelen ihrer Arbeiter wollen, und über den Hass der Arbeiter, die mit ihren eisernen Fäusten drohen – wenn dich die rechte nicht kriegt, kriegt dich die Linke!

Solidaritätslied
Dieses Lied kann getrost als Klassiker der Arbeiterbewegung bezeichnet werden – ursprünglich 1931 als Lied für den Film "Kuhle Wampe" geschrieben, verbreitete es sich schnell in linken Kreisen und wurde immer wieder durch aktuellen Strophen erweitert. Das Solidaritätslied hat auch nach über 70 Jahren nichts an Aktualität verloren.